Es klappern die Mühlen am rauschenden Bach

Ungefähr jede fünfte Mühle in Deutschland steht in Bayern. Damit ist der Freistaat nicht nur das schönste, sondern auch das mühlenreichste Bundesland. Eigens dafür gegründet, sorgt der Bayerischen Landesverband für Mühlenkunde und Mühlenerhaltung dafür, dass historische Mühlen erhalten werden und auch, dass neue moderne Mühlen hinzukommen.

Denn es gibt eine Menge zu mahlen: das Getreide für Brot, der Hopfen fürs Bier, die Bohnen für den Kaffee, die Körner für den Pfeffer und auch Samen für Raps- oder Leinsamenöl. Im Gegensatz zum Flachland, wo man eher Windmühlen antrifft, wurden früher die meisten Mühlen in Bayern durch Wasserkraft angetrieben. Fast an jedem Bach und kleinerem Fluss klappern eine oder auch mehrere Mühlen. Die meisten davon sind allerdings nicht mehr in Betrieb, sondern dienen als Museum, denn heute werden die schweren Mühlsteine vorwiegend mit starken Schleifringläufermotoren betrieben, die ihren Strom aus riesigen Turbinen beziehen.

Mühlen waren und sind übrigens nicht nur zum Klappern und Mahlen gut, sondern auch als Antrieb für Sägen, Pressen, Schmieden, Walzen und andere schwere Maschinerie. Im Mühlenland Bayern werden deshalb nicht nur die Traditionen in der Mühlentechnik großgeschrieben, sondern auch die Entwicklung moderner Mühlenarten und die effizientere Nutzung der Wasserkraft. Denn im Gegensatz zur Sonnen- oder Windenergie ist die Wasserenergie relativ konstant. In einigen Gegenden wird mit entsprechend großen Mühlrädern bereits die Stromversorgung für ganze Dörfer, inklusive Geschäfte für Bürobedarf, Schulen und Krankenhäuser abgedeckt. Und viele Mühlenbesitzer speisen die aus dem Wasser gewonnene Energie ins öffentliche Stromnetz ein.

Dieser Eintrag wurde erstellt am Montag, 18. April 2011 um 11:08 und ist abgelegt unter Bayern´s Geschichte. Du kannst eine Antwort hinterlassen.

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