Auf der Alm, da gibt’s koa Sünd

Diese alte Weise von der schönen Sennerin, die auf der Alm jeden Wanderer mit ihrem Gesang betörte und verführte, ist wohl eines der bekanntesten Volkslieder aus den Alpen. Unter diesem Titel wurden schon in den 50er Jahren mehrere Heimatfilme, Liebesdramen und später auch Sexkomödien gedreht und gesendet, was beweist, dass man in Bayern nicht nur etwas vom Jodeln versteht, sondern auch von der Liebe.

In der Abgeschiedenheit der Berge kann man auch heute noch so manches romantische Abenteuer erleben, ohne dass die Gefahr besteht, bei einem Seitensprung erwischt zu werden. Es passt einfach alles zusammen: die herrliche Natur mit ihren hohen Bergen und saftigen Wiesen, die gesunde Luft die das Blut in den Adern mit viel frischem Sauerstoff versorgt,  eine einsame Hütte, in der Sie ein hübsches Madl im Dirndl mit einer deftigen Mahlzeit und einem süßen Nachtisch erwartet – wer könnte da noch widerstehen.

Natürlich versteht man sich in Bayern und speziell im tiefkatholischen Südbayern auch auf Diskretion, denn schließlich hat niemand etwas von einem Skandal. Wer möchte, kann seinen Seitensprung aber auch beim nächsten Pfarrer beichten. Deshalb gibt es in Bayern ja auch in jedem Ort eine Kirche und einen Pfaffen, damit niemand mit der Sünde leben muss. Unsere Seelsorger haben vollstes Verständnis, wenn jemand aufgrund seiner Unschuld den Verführungen der Sennerinnen erliegt, da es ihnen selbst auch schon so ergangen war. Und so wird’s auch in Zukunft auf der Alm koa Sünd geben!

Dieser Eintrag wurde erstellt am Dienstag, 14. Juni 2011 um 14:44 und ist abgelegt unter Bayern´s Herz. Du kannst eine Antwort hinterlassen.

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