Doris Schröder-Köpf: Exil-Bayerin par excellence
Kann ein geliebter Bayer seine Heimat verlassen? Ja, er kann, wie man am Beispiel von Doris Schröder-Köpf sehen kann, einer deutschen Journalistin, Buchautorin und Ehefrau des Altbundeskanzlers Gerhard Schröder. Aufgewachsen ist sie in der kleinen Gemeinde Tagmersheim bei Donauwörth in Bayern. Nachdem sie ein Volontariat bei der Augsburger Allgemeinen gemacht hatte und dort als Redakteurin tätig war, wechselte sie zur Bild-Zeitung und war Parlamentskorrespondentin in Bonn.
Zusammen mit ihrem damaligen Partner Sven Kuntze, ARD-Korrespondent, reiste sie im Jahr 1990 nach New York, wo auch ihre Tochter geboren wurde. Jedoch kehrte sie anschließend als Single nach Bayern zurück, wo sie 1992 zum Magazin Focus in den Bereich Innenpolitik wechselte. In dieser Funktion lernte sie auch Gerhard Schröder kennen, und 1997 fand die Hochzeit in Hannover statt.
Mit der Hochzeit stieg das Interesse der Öffentlichkeit an ihrer Person, weshalb sie sich für Kinder- und Jugendprojekte einsetzte und seit 2004 zum Beispiel auch Adventskalender mit Motiven von Haustieren verlegt. Nachdem sie Gerhard Schröder geheiratet hatte, kehrte sie dem Wohnen auf Zeit in München bald den Rücken, um in Hannover glücklich zu werden. Zusammen mit ihrem Mann adoptierte Frau Schröder-Köpf im Jahr 2004 eine dreijährige Tochter aus Sankt Petersburg und 2006 einen Jungen. Im Jahr 2009 war sie Mitglied der 13. Bundesversammlung und ist seit Januar 2011 Aufsichtsratsmitglied des Warenhauskonzerns Karstadt. Die Aufwandsentschädigung in Höhe von 12.000 Euro, die sie dafür erhalten soll, wird sie nach eigenen Angaben spenden. Manchmal kann es sich also auch für einen Bayer / eine Bayerin lohnen, sein Heimatbundesland zu verlassen!